Abwicklung Endstelle

 

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Familienmitglied!

Ihr habt Euch dafür entschieden einen unserer Hunde in Eure Familie aufzunehmen. Das freut uns sehr!

Es kann sein, dass dieser Hund direkt aus dem Ausland bei  Euch einreist oder schon einige Zeit bei einer Pflegestelle in Deutschland verbracht hat. Falls der Hund aus einer Pflegestelle übernommen wird, kann man zu Kinder- und Katzenverträglichkeit  und anderen Verhaltensmustern natürlich bessere Aussagen treffen. Bei den Hunden direkt aus dem Ausland, muss man sich also zunächst erst mal beschnuppern.

Bei der Ankunft direkt aus dem Ausland, bitten wir grundsätzlich folgendes zu beachten:

–          Bitte bedenkt, dass die Hunde, wenn sie bei Euch eintreffen, eine lange und anstrengende Reise hinter sich haben.

–          Jeder Hund steckt dies anders weg. Die einen scheinen gleich angekommen zu sein, wieder andere verkriechen sich in irgendeine Ecke vor lauter Angst.

–          Habt Verständnis für diese Individuen und lasst ihnen Zeit bei Euch anzukommen. Das können Stunden sein oder auch Wochen.

–          Einen ängstlichen Hund sollte man einfach sein lassen. Oft dauert es nicht lange und er kommt aus seinem Versteck und erkundet die Umgebung.

–          Für die Übergabe aus dem Transportwagen ist es ganz wichtig, dass ein geeignetes Geschirr und eine passende Box vorbereitet sind. Sehr häufig passiert es leider, dass ein gerade eingereister Hund aus einer Panik heraus, davonrennt. Dies ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und wir raten hier dringend mit Ruhe und Bedacht bei der Übergabe zu handeln.

–          Es macht Sinn, in der Anfangszeit den Hund doppelt zu sichern oder ihm ein sogenanntes Panikgeschirr anzulegen. Falls Ihr dazu Fragen habt, meldet Euch bitte. Unter Umständen können wir Euch etwas Passendes zur Verfügung stellen.

–          Doppelt sichern bedeutet, dass man sowohl ein Geschirr als auch ein Halsband verwendet an die jeweils eine Leine angebracht wird. Gerade bei älteren Hunden, die schon viel erlebt haben oder die im Vorfeld schon als ängstlich beschrieben wurden, empfehlen wir das dringend.

–          Stressbedingt ist es möglich, dass der Hund in den ersten Tagen Durchfall hat. Welpen sind sehr häufig betroffen. Auch kommt es bei Euch zu einer Futterumstellung. Viele Hunde reagieren gerne darauf mit Durchfall. Das gibt sich meist in den ersten Tagen.

–          Hilfreich ist es bereits im Vorfeld Heilerde zu besorgen, das man unter das Futter mischt oder  Perenterol Kapseln oder sonstige Präparate für den Darmaufbau.

–          Falls sich der Durchfall innerhalb weniger Tage nicht bessert, nehmt bitte Kontakt zu uns auf.

–          Die Hunde sind alle entwurmt. Dennoch ist ein Befall mit Giardien nicht auszuschließen. Gerade durch den Stress gewinnen diese manchmal überhand und müssen dann speziell therapiert werden.

–          Die wenigsten Hunde aus dem Ausland haben je in einem Haus gelebt. Somit ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie stubenrein sind. Bei Welpen ist dies quasi nie der Fall. Auch hier müsst Ihr bitte die nötige Geduld mitbringen. Ältere Hunde schaffen es erstaunlicherweise sehr schnell. Aber hier müsst Ihr schon auch mit Wochen rechnen.

–          Es ist sinnvoll nach einer kurzen Eingewöhnung den Hund Eurem Tierarzt vorzustellen.

Grundsätzliche Tipps für die Ankunft des neuen Familienmitglieds:

–          Die Hunde dürfen in den ersten 4 Wochen nicht von der Leine gelassen werden. Sie kennen die Umgebung nicht und haben noch keine feste Bindung zu Euch aufgebaut. Bitte haltet Euch daran.

–          Für den Hund sollten ein sauberer Napf für Futter und einer für Wasser vorbereitet sein.

–          Eine Rückzugsmöglichkeit ist zu empfehlen. Hunde sind Rudeltiere. Das bedeutet  nicht, dass Ihr sie in Eurem Bett schlafen lassen müsst. Aber ein Schlafangebot im Schlafzimmer oder neben Eurem Bett wird meistens gerade in der Anfangszeit von den Hunden gerne angenommen und schafft auch eine gute Basis für den Aufbau des Vertrauens.

–          Bitte meldet Euren Hund nach der Ankunft bei Tasso  e.V. (tasso.net) an, bzw. um. Pflegehunde werden nach ihrer Einreise direkt auf den Verein angemeldet.

–          Außerdem müsst Ihr den Hund bei Eurer Gemeinde oder Stadtverwaltung anmelden. Die Höhe der Hundesteuer ist regional sehr unterschiedlich.

–          Wir empfehlen in jedem Fall den Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung, in manchen Bundesländern ist diese sogar vorgeschrieben.

–          Im Zuge dessen könnt Ihr Euch über eine Hundekrankenversicherung beraten lassen.

–          Zur Sicherheit raten wir immer dazu, die Hunde nach ca. einem halben Jahr nach der Ankunft in Deutschland, auf Mittelmeerkrankheiten testen zu lassen. Für Welpen sind diese Tests in der Regel nicht aussagekräftig und können ab 1 Jahr gemacht werden.

Wir freuen uns sehr, wenn Ihr uns über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden haltet und uns auch regelmäßig Fotos zusendet.

Von ganzem Herzen wünschen wir Euch eine wunderbare Zeit mit Eurem neuen Familienmitglied!