Abwicklung Pflegestelle

 

Liebe Streunerfreunde!

Vielen Dank, dass Ihr Euch als Pflegestelle für unseren Verein zur Verfügung stellt und somit einem Hund aus dem Ausland eine Chance auf ein neues Leben  gebt.

Wir werden Euch gerne in allen Abläufen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Fragen zur Erziehung, Fütterung und bestimmten Verhaltensmustern, etc.  stellt Ihr bitte an:

Babsi Kästner:   babsidennes@web.de

Birgit Dietlein:   dietlein-rauschenbach@t-online.de

Sandra Baumeister: sandra.funck@gmx.de

Bitte bedenkt, dass die Hunde, wenn sie bei Euch eintreffen, eine lange und anstrengende Reise hinter sich haben. Jeder Hund steckt dies anders weg. Die einen scheinen gleich angekommen zu sein, wieder andere verkriechen sich in irgendeine Ecke vor lauter Angst. Habt Verständnis für diese Individuen und lasst ihnen Zeit bei Euch anzukommen. Das können Stunden sein oder auch Wochen.

Einen ängstlichen Hund sollte man einfach sein lassen. Oft dauert es nicht lange und er kommt aus seinem Versteck und erkundet die Umgebung.

Für die Übergabe aus dem Transportwagen ist es ganz wichtig, dass ein geeignetes Geschirr, ein Halsband und wenn möglich, eine passende Box vorbereitet sind. Sehr häufig passiert es leider, dass ein gerade eingereister Hund aus einer Panik heraus, davonrennt. Dies ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und wir raten hier dringend mit Ruhe und Bedacht bei der Übergabe zu handeln. Es macht Sinn, den Hund in der Anfangszeit doppelt zu sichern, oder ihm ein sogenanntes Panikgeschirr anzulegen. Falls Ihr dazu Fragen habt, meldet Euch bitte. Unter Umständen können wir Euch etwas Passendes zur Verfügung stellen.

Doppelt sichern bedeutet, dass man sowohl ein Geschirr als auch ein Halsband verwendet an die jeweils eine Leine angebracht wird. Gerade bei älteren Hunden, die schon viel erlebt haben oder die im Vorfeld schon als ängstlich beschrieben wurden, empfehlen wir das dringend.

Die Hunde dürfen in den ersten 4 Wochen nicht von der Leine gelassen werden. Sie kennen die Umgebung nicht und haben noch keine feste Bindung zu Euch aufgebaut. Bitte haltet Euch daran.

Für den Hund sollten ein sauberer Napf für Futter und einer für Wasser vorbereitet sein. Gerade in den ersten Tagen, sind die Hunde meist dehydriert und brauchen mehr Wasser als normal.

Hunde sind Rudeltiere. Das bedeutet nicht, dass Ihr sie in Eurem Bett schlafen lassen müsst. Aber ein Schlafangebot im Schlafzimmer oder neben Eurem Bett wird meistens gerade in der Anfangszeit von den Hunden gerne angenommen und schafft auch eine gute Basis für den Aufbau des Vertrauens. Des Weiteren ist eine Rückzugsmöglichkeit zu empfehlen, so dass der Hund selbst entscheiden kann, ob er sich nähert oder nicht.

Stressbedingt ist es möglich, dass der Hund in den ersten Tagen Durchfall hat. Welpen sind sehr häuf betroffen. Auch kommt es bei Euch zu einer Futterumstellung. Viele Hunde reagieren gerne darauf mit Durchfall. Das gibt sich meist in den ersten Tagen. Hilfreich ist es bereits im Vorfeld Heilerde zu besorgen, das man unter das Futter mischt oder auch die sogenannten Perenterol Kapseln oder sonstige Präparate für den Darmaufbau. Falls der Durchfall sich innert weniger Tage nicht bessert, nimmt bitte Kontakt zu uns auf. Wir können euch dann mit den nötigen Medikamenten versorgen.  Sollte der Hund krank sein und einem Tierarzt vorgestellt werden müssen, übernimmt der Verein die Kosten der Behandlung. Bitte fragt den TA aber vorab nach Tierschutzpreisen und sprecht euch kurz mit uns ab. Und wir freuen uns natürlich auch über Spenden für die medizinischen Behandlungen.

Die Hunde sind alle entwurmt. Dennoch ist ein Befall mit Giardien nicht auszuschließen. Gerade durch den Stress gewinnen diese manchmal überhand und müssen dann speziell therapiert werden. Bitte setzt euch hier mit uns in Verbindung und wir lassen euch die notwendige Medizin zukommen.

Die wenigsten Hunde aus dem Ausland haben je in einem Haus gelebt. Somit ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie stubenrein sind. Bei Welpen ist dies quasi nie der Fall. Auch hier müsst Ihr bitte die nötige Geduld mitbringen. Erwachsene Hunde schaffen es erstaunlicherweise sehr schnell.

Die Hunde kennen alle keine Grundkommandos. Wenn Euer Pflegehund länger bei Euch sein wird, freuen wir uns natürlich sehr, wenn Ihr schon in diese Richtung mit ihm arbeiten könntet. Wie lange die Hunde bei Euch leben werden, können wir nie im Vorfeld sagen. Es können Tage sein, aber auch ein paar Monate.

Die Hunde haben in ihrem eigenen Dreck gelebt, meist über viele Wochen oder Monate. Daher werden sie immer sehr stark riechen. Bitte entscheidet je nach Hund und Zugänglichkeit, wann ihr das Tier waschen könnt. Wir empfehlen den Hund in der Badewanne auf ein Handtuch zu stellen und warmes Wasser vorsichtig mit Hilfe eines Eimers über den Hund zu gießen. Dann vorsichtig mit einem Hundeshampoo einschäumen und mit dem Eimer wieder abspülen. So rutschen sie nicht weg und man muss nicht mit der lauten Brause hantieren, die oft Angst macht.

Wir benötigen ganz dringend von Euch immer aktuelle und wenn möglich auch gute Fotos und Beschreibungen, damit wir den Hund optimal bewerben können.

Gerne können wir für Euch auch Handzettel erstellen, die Ihr bei den umliegenden Tierärzten oder Futterfachhandelsgeschäften aushängen könnt. Wir werden Anzeigen für die Hunde schalten und sie auf unserer Facebook- Seite und auf unserer Homepage präsentieren und vorstellen.

Alle Pflegehunde von uns sind Haftpflichtversichert. Hier müsst Ihr also nichts unternehmen. Bitte erkundigt euch, wie die Anmeldefristen bei der Hundesteuer in eurer Gemeinde sind und gebt uns Bescheid. Je nachdem welche Fristen dort gelten, muss der Hund evtl. angemeldet werden. Die Kosten werden vom Verein getragen.  Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Euch!