MOIRA

MOIRA

Du selbst hattest keine Augen mehr, aber viele Menschen weinen gerade jetzt um Dich.

Liebe Moira, wir entschuldigen uns bei Dir für diejenigen die Dich Dein Hundeleben lang getreten und verjagt haben. Die Steine hinter Dir geworfen haben und Dir, als Du schon alt warst und viel Schlechtes gesehen hast, noch Dein Augenlicht genommen haben. So kamst Du in den Shelter, geschunden und schwer verletzt.

Trotzdem warst Du so sanftmütig und dankbar für das Futter, die Medizin und den Schutz den Du hier erhalten hast. So viele Menschen waren von Deinem Unglück betroffen, dass sie für Deine Genesung gespendet haben. Du hattest sogar schon einen wunderschönen friedlichen Lebensendplatz in Deutschland gefunden, wo wir Dich nach Deiner Operation hinbringen wollten.

Du hättest den wunderschönen, großen Garten mit dem satten grünen Rasen zwar nicht sehen können. Aber Du hättest, liegend im Schatten der Bäume, spüren können was ein Hundeleben ausmacht. Liebe und Zuneigung von Deinem Menschen, einen Hunde als Kumpel in der Nähe, die wärmende Sonne jetzt, in der Du, ohne Angst vertrieben zu werden, hättest dösen können und nährende Malzeiten für die Du nicht im Müll suchen müsstest.

Das alles haben wir uns so sehr für Dich gewünscht, aber Du hattest nicht mehr die Kraft dafür und bis heute Mittag einfach gegangen. Der Arzt meint es wäre wohl ein Herzinfarkt gewesen. Wir wissen doch Moira, dass Dein Herz einfach gebrochen war und das Vertrauen fehlte auf ein gutes Ende. Dafür entschuldigen wir uns. Wir waren zu spät um Dir beweisen zu können, dass es ein gutes Hundeleben gibt. Ein paar von uns glauben ganz sicher an einen besseren Platz, an dem Du jetzt bist, und frei, gesund und glücklich fliegen kannst. Vielleicht freut es Dich dann irgendwann, wenn Du siehst, dass wir nicht Ruhen werden und alles daran setzen immer schneller und besser zu werden, für die anderen, die noch nicht in Sicherheit sind Liebe Moira, Du hast uns tief berührt mit Deiner reinen Seele.