YLBER – ca. 4 Monate

YLBER – ca. 4 Monate
Unser kleiner Ylber. Eigentlich dachten wir er wäre „nur“ blind. Nachdem Ylber aber immer mehr Auffälligkeiten zeigte, ließen wir ihn umfassend untersuchen. Und die Diagnose war ein großer Schock: Aquäduktstenose. Eine Verengung entlang des Mittelhirns. Ylber hatte schreckliche Kopfschmerzen, neurologische Störungen. Auch die Blindheit hatte diese Behinderung verursacht. Eleptische Anfälle hätten noch entstehen können.
 
Ylber war erst 4 – 5 Monate alt und lebte in einer privaten Pflegestelle in Rumänien. Wir haben verschiedene Fachärzte in Rumänien und Deutschland kontaktiert, aber es gab kaum Hoffnung. Was wir aber sicher wussten: Ylber hat unerträgliche Schmerzen und wird nie ein lebenswertes Leben führen können. Daher mussten wir eine Entscheidung treffen…
 
Gute Reise in den Himmel, kleiner Ylber. Wir wünschten uns so sehr, wir hätten mehr für dich tun können.
 
Von ganzen Herzen danken wir unserer Helferin, die Ylber in Pflege hatte und liebevoll umsorgte. Kucsován Henrietta Lilla hat Ylber auf seiner letzten Reise begleitet. Sie hat alles für ihn getan. Wir können nicht in Worte fassen, welch Dankbarkeit wir fühlen. Du hast Ylber geliebt und hättest alles für ihn getan. Dank dir konnte er umhüllt von Liebe und Respekt von uns gehen. Multumesc, Henni 😘
 
Henni hat liebevolle Worte für Ylber geschrieben. Sie berühren unser Herz so sehr, wie Ylbers trauriges Schicksal. Und mit diesen Worten verabschieden wir uns von unserem großen Kämpfer Ylber, der für immer in unseren Gedanken und Herzen bleiben wird.
 
Today my sweet little Ylber left this world for a better place. A place where there is no suffering, no desease and no pain. The horrible condition he had, he faced with grace and dignity – and with such courage and power, that the doctors always wondered, how he is still capable to smile. Now he shall never stop smiling again.
 
Although he could not see, I hope he felt how he was surrounded by love and by people who cared for him, even for a rather short period. My yard never looked emptier after a foster dog „left“, and neither did my heart.
 
Till we meet again, little hero🖤🖤🖤
Seine Geschichte:

Zalau, Rumänien. Kleiner Ylber – was bringst du nur für eine traurige Geschichte mit? Wir versprechen dir: Ab jetzt geht es nur noch bergauf für dich!

Ylber wurde gemeinsam mit seinen zwei Geschwistern und der Mutter am Straßenrand gefunden. Es dauerte nicht lange und die Mutter sowie eine Schwester starben. Es wird vermutet, dass sie vergiftet wurden. Seine Schwester Stephi und Ylber sind also die einzig Überlebenden.

Ylber ist gerade mal 4 Monate alt und hat schon Schlimmes erlebt. Zudem bringt er ein Handicap mit. Ylber ist blind. Aktuell hat er ein Gewicht von 6 kg auf seine ca. 35 cm Schulterhöhe. Er wird sicherlich noch etwas wachsen und insgesamt vermuten wir, dass er eine mittlere bis große Größe erreicht. Ylber konnte in einer rumänischen Pflegestelle aufgenommen werden. Er ist lieb, freundlich und spielt. Sein Handicap steht ihm dabei nicht im Weg. Er liebt die Streicheleinheiten seiner Pflegestelle und versteht sich auch mit anderen Hunden gut.

Einen blinden Hund aufzunehmen bedeutet sicher eine kleine Herausforderung. Kleinste Veränderungen können den Hund verunsichern. Das Training dauert wahrscheinlich länger als mit einem Hund der sehen kann. Aber Ylber wird seine Nase gut nutzen und sich in seinem neuen Leben stetig aber sicher zurecht finden können. Sichtzeichen fallen natürlich weg, aber durch verbale Signale kann auch Ylber die Regeln des Hunde 1×1 gut lernen. Daher suchen wir für Ylber ein liebevolles, geduldiges und einfühlsames Zuhause. Ylber kennt das Leben mit einer Familie nicht und wird vielleicht etwas Zeit brauchen, bis er sich eingelebt hat. Aber wir sind uns sicher, dass er dann ein lieber und treuer Begleiter werden wird.

Auch wenn Ylber in seiner rumänischen Pflegestelle das ein oder andere schon lernen konnte, sucht er Menschen, die erstmal nichts von ihm erwarten und ihm zeigen, wie ein normales Hundeleben funktioniert. Er ist noch ein Baby und muss noch viel lernen. Das ein oder andere Malheur sollte man ihm nicht übel nehmen und Ylber stets mit einem positiv verstärkendem Erziehungsstil begleiten. Er freut sich schon auf sein neues Leben mit schönen Spaziergängen in der Natur, vielen Schmusestunden und auch auf einen Besuch in der Welpenschule.

Im ersten Lebensjahr sollten Welpen so wenig wie möglich alleine sein. Außerdem steht die eher anstrengende Pubertätszeit bevor. Das Hormonchaos stellt das Leben der kleinen Racker auf den Kopf. Sie “vergessen” oft alles, was sie bisher gelernt haben und die Ohren schalten auf Durchzug. Daher ist es in dieser Phase besonders wichtig, konsequent – aber liebevoll – zu erziehen. Und es gibt auch eine gute Nachricht: Auch diese Phase geht vorüber!

Der schöne Ylber ist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht. Er besitzt einen EU-Heimtierausweis und kann nach positiver Vorkontrolle und gegen eine Schutzgebühr von 405 Euro in seine eigene Familie ziehen.

Handicap-Hund – na und! Sagst auch du? Dann meld dich schnell für Ylber!

Vielen Dank Nadine! Du hast Ylber seinen Namen und damit eine Identität geschenkt!